kopfbild
Sie sind hier: Website \ unsere-qualifikationen

tricare



Kopf-der-Chirurgie

Unsere Qualifikation


Facharzt für Plastische Chirurgie


Der Plastische Chirurg ist ein anerkannter Facharzt. Eine Weiterbildungszeit von mindestens sechs Jahren und entsprechende Prüfungen sind vorgeschrieben!

Die Weiterbildung zum Facharzt für Plastische Chirurgie beginnt nach dem Abschluss des Studiums der Humanmedizin mit dem Erhalt der Approbation als Arzt. In der Weiterbildungsphase muss der Arzt ca. 600 Operationen selbstständig unter Anleitung eines erfahrenen Plastischen Chirurgen durchführen.

Nach diesen praktischen Erfahrungen und theoretischen Weiterbildungen muss der Arzt die Facharztprüfung an der jeweiligen Landesärztekammer ablegen. Erst dann erhält der Arzt offiziell den Titel "Facharzt für Plastische Chirurgie". Diese Facharztbezeichnung gibt dem Patienten die Sicherheit, dass der Arzt auch für die Krankheitsbilder auf dem Gebiet der Plastischen Chirurgie ausgebildet wurde.

Allein der Titel "Facharzt für Plastische Chirurgie" ist geschützt. Andere Bezeichnungen wie "Kosmetischer Chirurg", "Schönheitschirurg" oder "Ästhetischer Chirurg" sind keine geschützten Titel und können von jedem Arzt geführt werden, sagen allerdings nichts über ihre Aus- bzw. Weiterbildung aus.

Die vier Säulen der Plastischen Chirurgie

Was ist Plastische Chirurgie?

Bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. machten in Indien "plastische Chirurgen" durch die sensationelle Rekonstruktion der menschlichen Körperoberfläche von sich reden: Ihnen gelang der Überlieferung zufolge die erste Nasenersatzplastik. Von Indien aus verbreitete sich die hohe Kunst der filigranen Wiederherstellung von Form und Funktion auch in andere Länder. Damals wie heute übte und übt die Plastische Chirurgie eine gewisse Faszination auf die Öffentlichkeit aus. Gleichzeitig wird diese übergreifende chirurgische Disziplin oft fälschlich auf einzelne Teilbereiche reduziert. Ein kurzer Streifzug durch die Aufgabengebiete der VDPC-Ärzte soll Ihnen einen Einblick in die vielfältige Arbeit eines Plastischen Chirurgen geben.

Die Plastische Chirurgie wird von vier Säulen getragen:
Mikrochirurgie, Laserchirurgie und Endoskopie sind methodische Besonderheiten, die in allen Bereichen eingesetzt werden. Keine der vier tragenden Säulen ist entbehrlich. Methodisch ergänzen sich diese Bereiche und bilden das Gesamtgebäude der Plastischen Chirurgie.

Ästhetische Chirurgie

Unter Ästhetischer Chirurgie versteht man diejenigen Eingriffe, die nicht der Beseitigung einer Erkrankung, sondern der Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes dienen. Dabei handelt es sich in der Hauptsache um formverändernde Operationen. Die wesentliche medizinische Aufgabe des Plastischen Chirurgen liegt in der Beratung des Patienten. Bewertet werden die Operabilität, d.h. ob eine Operation der gewünschten Art grundsätzlich durchführbar ist. Dazu gehört auch eine Abschätzung des Risikos: welche Komplikationen könnten auftreten und wie hoch liegt die Erfolgswahrscheinlichkeit. Nicht umsonst wird für diese Kategorie von Operationen eine besonders ausführliche Aufklärung verlangt, denn der Schritt zur Operation ist die persönliche Entscheidung des Patienten. Aus diesem Grunde gibt es immer wieder die Notwendigkeit, von einer Operation abzuraten. Ganz besonders in diesem Punkt sieht die VDPC eine Verpflichtung für ihre Mitglieder und fordert herausragende Qualifikationen.

Der ästhetische Aspekt wird natürlich bei allen plastisch-chirurgischen Operationen mitberücksichtigt. Form und Funktion sind immer zusammengehörig. Jede plastisch-chirurgische Operation muss zu einem formal befriedigenden ästhetischen Resultat führen. Das gilt auch für andere Bereiche der Plastischen Chirurgie, wie die Hand- oder die Verbrennungschirurgie.

Rekonstruktive Chirurgie

Die Rekonstruktive Chirurgie befasst sich mit der Wiederherstellung der Körperoberfläche nach Tumoroperationen oder Unfällen aber auch mit der Schaffung normaler Formen und Funktionen bei angeborenen Fehlbildungen. Wegen der Vielfältigkeit der Defekt-Größen, -Arten und -Lokalisationen ist eine große Methodenvielfalt notwendig. Mikrochirurgische Techniken zur Verpflanzung großer durchbluteter Hautareale, von Gewebekombinationen unter Einschluss von Muskeln und Knochen haben wesentlich erweiterte Möglichkeiten zur Wiederherstellung eröffnet, z.B. um gelähmte Gesichtsmuskeln zu ersetzen oder große offene Knochendefekte nach Unfällen oder Tumoren zu überbrücken. Dadurch ist umgekehrt natürlich auch eine größere Radikalität beispielsweise in der Tumorchirurgie möglich geworden, die entsprechend die Chancen zur Heilung des Tumorleidens verbessern hilft.

Verbrennungschirurgie

Ähnliche operative Methoden wie in der Rekonstruktiven Chirurgie werden auch in der Verbrennungschirurgie eingesetzt. Unmittelbar nach der Verbrennung geht es allerdings primär um die Erhaltung des Lebens. Verbrannte, abgestorbene Teile der Körperoberfläche zu entfernen und durch frühzeitige Defektdeckung die großen Verluste von Flüssigkeit einzudämmen, ist das erste Ziel. Bei großen Verbrennungsflächen müssen besondere Techniken des Hautersatzes angewandt werden, da eine Verpflanzung gesunder Hautflächen das Problem des Verbrannten nur noch verschlimmert. Erst nach Überwindung dieser kritischen Zeit beginnt die meist lange Phase der endgültigen Wiederherstellung der Körperoberfläche. Die Vermeidung oder Beseitigung von ausgedehnten Narbenflächen erfordert langandauernde, konservative Behandlungen und immer wieder Operationen, die durch mikrochirurgische Techniken der Gewebeübertragung deutlich verbessert werden. Verbrennungspatienten sind daher häufig jahrelang behandlungsbedürftig, bis ein tragbarer Endzustand von Form und Funktion erreicht wird.

Handchirurgie

Ein bedeutender Bereich der Plastischen Chirurgie ist die Handchirurgie. Die grundsätzlichen Methoden der Plastischen Chirurgie finden an der Hand besonders komplex und differenziert ihre Anwendung. Meist müssen viele Methoden miteinander kombiniert eingesetzt werden, um den auf engstem Raum zusammenliegenden unterschiedlichen Strukturen gerecht zu werden. Auch hier war die Mikrochirurgie Motor für große Fortschritte. Die Replantation abgetrennter Finger oder ganzer Gliedmaßenteile sind bekannte Beispiele. Weitere Fortschritte wurden durch Muskelverpflanzung zur Wiederherstellung der Bewegung gelähmter Extremitäten erzielt. Kombiniert mit Operationen an den Nerven lassen sich gelegentlich sogar völlig funktionslose Arme wieder für Hilfsfunktionen verfügbar machen.






Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne kostenfrei und unverbindlich in unserer Praxis.
0800 - 22 44 55 6
Praxis Dr. Ulrich Kleiner & Dr. Dirk Wisser • Plastische Chirurgie Bamberg
Promenadestraß 6 • 96047 Bamberg